Internes Bleaching

Ratgeberseite

Methoden für wurzelbehandelte Zähne:
»Internes Bleaching«, »Internes Bleichen«, »Walking Bleach Technik« und »Walking Bleach Methode«.

»Normales« Bleaching, also das Home Bleaching entweder in eigener Regie oder in Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt, das Power Zahnbleaching oder das Licht Bleaching bleichen die Zähne von außen her. Sie zielen auf die Reinigung des Zahnschmelzes und darauf, Zahnverfärbungen zu entfernen. Damit können gesunde Zähne aufgehellt werden.

Bevor du selber anfängst

Wenn Du in eigener Regie deine Zähne bleichen willst, weißt du womöglich nicht, wie du damit umgehen solltest, wenn Du auf einzelne Zähne stößt, die gegen das Bleachen von außen immun sind. Sie bleiben trotz deiner Bemühungen stark verdunkelt, bräunlich-grau oder grauschwarz. Das sind dann mit großer Wahrscheinlichkeit abgestorbene Zähne, der Zahnarzt nennt sie »devital«.

Farbvergleich Zahnfarben Bleaching - weissezaehnebleaching.de
Solche leblosen Zähne sind das Ergebnis einer Wurzelkanalbehandlung, die früher einmal ein Zahnarzt vorgenommen hat, weil der Zahnnerv entzündet oder bereits abgestorben war. Ziel war es, den Zahn durch die Entfernung des entzündeten Pulpa-Gewebes, dem Mark des Zahns, zu erhalten.
Für solche marktoten Zähne gibt es das »interne Bleaching«. Andere Bezeichnungen dafür sind »Internes Bleichen«, »Interne Bleichung«, »Walking Bleach Technik«, »Walking Bleach Verfahren« und »Walking Bleach Methode«.

Dabei werden verschiedene Komponenten einschließlich eines Bleichmittels zu einer Paste vermischt und in den Wurzelkanal eingebracht. Diese Einlage bleibt für einige Tage dicht abgeschlossen im Zahn, damit sie ihre Wirkung bis zum gewünschten Aufhellungsergebnis entfalten kann.

Falls die Zahnfarbe danach noch nicht zu den benachbarten Zähnen passt, kann das »Interne Bleichen« wiederholt werden. Die Erfahrungen zeigen, dass das Ergebnis drei bis sechs Jahre halten kann.

Sinnvoll ist es, die Reihenfolge der möglichen Maßnahmen – Professionelle Zahnreinigung (PZR), Bleaching und »Internes Bleaching« – mit dem Zahnarzt abzustimmen.

Wurzelbehandelter Zahn: Warum du selbst nichts tun kannst

Der Grund für die extrem dunkle Farbe von Zähnen liegt nicht in den äußeren Schichten eines Zahns. Nicht der Zahnschmelz verfärbt sich in solchen Fällen, indem er die Farbe zum Beispiel von Kaffee, Tee, Rotwein, Fruchtsäften, Rote Beete, Spinat und anderen färbenden Lebensmitteln annimmt.
Backenzahn im Schnitt
Der Grund für die bräunlich-graue oder grauschwarze Verfärbung liegt vielmehr im Inneren des Zahns, Zahnärzte nennen sie deshalb intrinsische oder interne Verfärbungen.

Entsprechend wird auch die Aufhellung als »internes« Bleaching bezeichnet.

Die Zahnverfärbung erstreckt sich nämlich in der Regel bis in den Wurzelbereich, von wo aus sie durch das dünne Zahnfleisch (lat. gingiva) im Zahnhalsbereich durchschimmern kann.

Deshalb muss auch das Bleaching von innen her erfolgen. Dort kann selbstverständlich nur der Zahnarzt behandeln.

Voraussetzung für die Behandlung ist, dass der Zahn nicht klopfempfindlich ist, dass kein pochender Schmerz vorhanden ist und auch sonst keinerlei Symptome vorhanden sind. Zudem muss der Wurzelkanal nach zahnärztlichen Kriterien ausreichend, der Zahnarzt sagt »suffizient«, versorgt sein.

Zahnärztin betrachtet Röntgenbild - weissezaehnebleaching.de
Alles zusammen kannst du selbst nicht beurteilen.

Deshalb kannst du selbst auch nichts in eigener Regie unternehmen.

Warum werden Zähne so extrem dunkel?

  • Mit zunehmenden Alter können Zähne ihre Farbe verändern, also ganz natürlich dunkler werden.
  • Genauso können bestimmte Medikamente oder Wurzelfüllmaterialien dazu führen, dass die Zähne dunkler werden.
  • Auch in der Zahnentwicklung kann die Ursache für außergewöhnlich dunkle, bräunlich-graue oder grauschwarze Verfärbungen einzelner Zähne liegen, wenn sich nämlich schon in dieser Lebensphase Farbstoffe in den Zahn einlagern.

In den meisten Fällen liegt aber die Ursache im Inneren eines devitalen, also marktoten Zahns. Für eine solche intrinsische bzw. interne Verfärbung kommen mehrere Szenarien in Frage.

Als Folge einer Wurzelkanalbehandlung, weil bei dem Eingriff geringe Mengen Blut in den Zahnkern eingedrungen sind, oder in einem abgestorbenen (lat. nekrotisch) zerfallenden Zahnmark (lat. Pulpa) befinden sich Blutabbauprodukte und Eiweißzerfallsstoffe im Zahninneren.
Beim Zerfallsprozess wird Eisen freigesetzt, die vom Zahninneren nach außen dringen. Das Zahnmark ist direkt vom Zahnbein (lat. Dentin) umgeben, einem knochenähnlichen Gewebe, das den größten Teil der Zahnsubstanz darstellt. Das im Zahnmark freigesetzte Eisen gelangt in die Kanälchen des Zahnbeins. Dort schließlich reagiert das Eisen mit bakteriell erzeugtem Schwefelwasserstoff, wobei die dunklen Farbstoffe entstehen.
Ferner kann ein entsprechender Prozess nach einem Zahnunfall, bei dem ein Zahn durch Einblutungen unterhalb des Zahnschmelzes dunkler wird, in Gang gesetzt werden. Auch das Absterben eines angebrochenen oder im Kiefer beschädigten Zahnes bei starken Stoßverletzungen kommt als Ursache in Frage.
Jeder Zahn, der nicht mehr vollständig über die Zahnwurzel versorgt wird, verfärbt sich, erscheint dunkler, weil er keinen aktiven Stoffwechsel mehr hat.

Voraussetzung für internes Bleaching

  • Vor einem »internen Bleaching« klärt der Arzt diagnostisch die langfristigen Erfolgsaussichten für die »interne« Zahnaufhellung ab. Der Zahn darf nicht klopfempfindlich und nicht empfindlich beim Zubeißen sein.
  • Die weiter gehende Untersuchung beginnt im Bereich der Zahnkrone, die auf vorhandene Risse im Schmelz geprüft wird, mit Blick auf eine womöglich nach dem Bleaching sinnvolle Versorgung. Auch Undichtigkeit der Zahnkrone und der Füllung werden hier untersucht.
  • Weiterhin muss ggf. kariös veränderte Zahnsubstanz entfernt werden. Das geschieht in der Regel mit einem langsam drehenden Bohrer oder dem Exkavator, einem Handinstrument zur Entfernung von Karies.
  • Eventuell vorhandene Reste von Zahnmark, der Pulpa, müssen ebenfalls entfernt werden.
  • Damit ein »inte