Zahnschmelz ist die härteste Substanz in unserem Körper, das hat sich herumgesprochen. Leicht könnte man deshalb auf die Idee kommen, dass nichts ihm etwas anhaben kann. Jedoch könnte keine Einschätzung falscher sein als diese. Denn wäre der Zahnschmelz wirklich unverletzlich, dann müsstest du nie wieder deine Zähne aufhellen, dann wären deine Zähne immer strahlend weiß.

Tatsächlich ist das meistens nicht so. Nur ein makelloser Zahnschmelz sorgt für eine strahlende Zahnreihe. Das hört aber dann auf, wenn der Zahnschmelz verletzt wird und die nachfolgende dunkle, gelbliche Farbe zum Zähne aufhellen inspiriert. Lass uns deshalb einmal genau nachfragen, was genau deine Zähne dunkler gemacht hat.

Ernährung. Der erste Schritt zu dunklen oder weißen Zähnen.

Alles fängt an mit der Ernährung. Sie steht am Anfang von gesunden oder dunklen oder im glücklichen Fall weißen Zähnen. Denn was wir essen, enthält zugleich alles, was unsere Zähne zerstören kann.

Bereits im Mund beginnt nämlich mit dem Speichel die Verdauung. Nahrungsmittel, die überwiegend einfache Kohlenhydrate oder verschiedene Zucker enthalten, lassen beim Kauen in Zusammenarbeit mit Speichel und Bakterien Säuren entstehen. Dazu verzehren wir auch Lebensmittel, die von Natur aus viel Säure enthalten.

Säurehaltige oder säurebildende Lebensmittel

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Säurehaltige Lebensmittel

Zitrusfrüchte
Kiwis
Ananas
Äpfel
Spinat
Mangold
Rhabarber
Smoothies
Fruchtsäfte
Cola
Softgetränke
trockene Weine
essighaltige Salatsaucen

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Einfache Kohlenhydrate

Süßigkeiten
Nuss-Nougat-Creme
Marmelade
Honig
reife Bananen
süße Früchte
Limonade
Kartoffelchips
Cracker
Popcorn
Brot (weißes Mehl)
Nudeln (weißes Mehl)
Reis

Wenig beachtet wird zudem, dass Zucker in außerordentlich vielen weiteren Nahrungsmitteln enthalten ist, nicht nur in Süßigkeiten, sondern auch in fast allen würzigen Fertigprodukten. Damit rechnet kaum jemand. Hättest Du´s gewusst? Wäre das aus geschmacklichen Gründen wirklich nötig?

Das Cola-Experiment

Säuren können große Kraft entwickeln, die wird anhand des pH-Wertes gemessen. Ein einfaches Beispiel liefert das Cola-Rost-Experiment, bei dem ein rostiger Nagel mit heftig blubbernden Bläschen reagiert, sobald man ihn mit Cola übergießt.

Nach etwa einer Stunde ist der Nagel völlig rostfrei. Das ist die Kraft der Säure.

Wann Zähne aufhellen nicht mehr nützt

Ähnlich arbeitet die Säure am Zahnschmelz. Sie greift die Oberfläche der Zähne an. Sie löst die Mineralien dort heraus und macht den Zahnschmelz porös.

Auf dieser aufgerauten Oberfläche kann dann alles anhaften, was den Zahnschmelz nachdunkeln lässt: Farbstoffe aus Getränken wie Kaffee, schwarzem Tee, Cola, Rotwein, dunklen Fruchtsäften und weitere Lebensmitteln.

Noch schlimmer wird’s, wenn sich auch Bakterien, speziell das Kariesbakterium Streptococcus mutans, dort einnisten und anfangen, die Zähne zu zerstören.

Spätestens jetzt nützt Zähne aufhellen nicht mehr. Bevor du jetzt deine Zähne bleichen lässt, sollten sie unbedingt zuerst in Ordnung gebracht werden.

Zähne aufhellen nur bei gesunden Zähnen

Deine Zähne in Ordnung halten und Angriffe auf den Zahnschmelz verhindern oder mildern kannst du mit der richtigen Art der Ernährung.

Dazu gehören wenige oder gar keine Zwischenmahlzeiten. Wenn du jede Stunde eine Kleinigkeit isst, seien es Äpfel, Kekse, Schokoriegel, Joghurt oder anderes, dann setzt du deine Zähne einem ununterbrochenen regelrechten Säurebad aus.

Dasselbe gilt für zuckrige und säurehaltige Getränke. Lieber ein ganzes Glas auf einmal, als alle fünf Minuten einen kleinen Schluck.

Und übrigens: Achtung mit dem Zähneputzen direkt nach dem Genuss von Säure bildenden Nahrungsmitteln! Säure weicht den Zahnschmelz auf, putzen schadet also während der nächsten halben Stunde, wo genügend Speichel die ersten Schäden zumindest mildert. Überhaupt zielt das Putzen nicht auf die Säure im Mund, sondern auf den Zahnbelag.

Statt Zähneputzen ist es besser, den Mund zu spülen, gern auch mit einer Munddusche. Nimm dafür möglichst kalziumreiches Mineralwasser ohne Kohlensäure, natürlicherweise enthält dies auch geringe Mengen an Fluorid; lies auf dem Etikett nach. Wenn du so vorgehst, können die säurebildenden Stoffe erst gar nicht zu Säure abgebaut werden.

Sobald deine Zahngesundheit wiederhergestellt ist und nicht früher, kannst du an ein Zähne aufhellen denken.

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